puk minicar, Goettingen, Tel. 0551-484848

Digitalisierung unserer Auftragsdisposition

Mit Beginn des Monats August 2019 haben wir unsere Auftragsdisposition auf ein digitales Verfahren umgestellt. Für alle Beteiligten ist dies eine große Herausforderung und wir sind sehr stolz auf unsere Disponent*innen, die sich mit viel Energie dieser durchaus anstrengenden Aufgabe stellen. Die Disponent*innen haben in der Umstellungsphase zusätzlich zu ihren umfangreichen Aufgaben die Belastung, den Umgang mit der neuen Technik zu erlernen, um künftig die neuen Werkzeuge optimal nutzen zu können.

Wie jedes größere Projekt läft auch dieses nicht ohne Reibungsverluste und gelegentlich trifft es auch Sie als unsere Fahrgäste, z.B. in Form von Verspätungen. Wir bitten um Entschuldigung und um Ihr Verständnis. Schon bald profitieren Sie von unserem neuen System, weil wir Ihnen dann auch bargeldloses Bezahlen, Online-Bestellung und die Bestellung per App bieten können. Bis es so weit ist wird es allerdings noch etwas dauern, denn zunächst geht es darum, dass Disponent*innen, Fahrer*innen und auch die Verwaltung alle Abläfe auf einander abstimmen und fehlerfrei beherrschen.

Taxistreik am 10.04.2019 – puk minicar macht mit

Von der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbeachtet plant Bundesverkehrsminister Scheuer eine Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG), die es in sich hat. Das PBefG ist für puk minicar als Mietwagenunternehmen und für Taxis die Rechtsgrundlage einer Konzessionierung.

Vordergründig werden die geplanten Änderungen als Fortschritte verkauft, die den Kunden die Vorteile der Digitalisierung und allen mehr Ökologie versprechen. Unter anderem soll es künftig Anbietern erlaubt sein, mehrere Fahrten zu bündeln – das sogenannte „Pooling“ oder „Ride-Sharing“. Klingt gut und macht zur Verbesserung des ÖPNV auch Sinn, ist aber nur ein Teil des ganzen Paketes.

Keine Frage: Andere Verkehrskonzepte sind notwendig. Der motorisierte Individualverkehr muss weniger und ökologischer werden. Wir brauchen mehr ÖPNV sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Und je weniger Menschen mit dem eigenen Auto unterwegs sind um so mehr braucht es minicar und Taxi als Ergänzung.

Die geplanten Änderungen des PBefG helfen dabei nicht. Zugeschnitten sind sie auf die großen Anbieter, die Milliarden investieren können um zunächst die Mitbewerber auszuschalten. Zur Zeit fahren in Hamburg und Hannover die Autos einer Tochterfirma von VW für wenig Geld fast leer durch die Stadt. Die Ökologie bleibt dabei auf der Strecke. Die U.S.-Firma Uber, an der die Google-Mutter Alphabet Inc. mit viel Geld beteiligt ist, hatte bereits mehrfach auf illegale Weise versucht in Europa Fuß zu fassen und wartet nur darauf, hier groß einsteigen zu können. Beim Wohnungsmarkt lässt sich heute beobachten, wo die Privatisierungen vergangener Jahre hin führten.

Selbst wenn soziale Standards für das Fahrpersonal in Europa zunächst gewährleistet werden können – interessant wird es für die Großen dann, wenn kein Fahrpersonal mehr nötig ist weil die Autos autonom fahren. Und dann fallen auch die Bedürfnisse der Menschen unter den Tisch, die auf die Dienstleistungen von Taxi und puk minicar und auf unsere sprichwöliche Hilfsbereitschaft angewiesen sind.

Einen Preiskampf mit Mitbewerbern, die milliardenschwere Investoren im Hintergrund haben, halten wir nicht lange durch. Der größte Teil der geplan­ten PBefG-Novelle ist unnötig und wird dazu führen, dass Taxi- und minicar-Unternehmen sterben.

Daher beteiligen wir uns am Taxi-Streik am 10.4.2019 und bitten dabei um Ihr Verständnis. In der Zeit von 12:30 Uhr bis ca. 14:00 Uhr werden wir keine Direktaufträge annehmen.