Die Firma.
Die puk minicar GmbH wurde 1985
gegründet. Sie versteht sich als "Alternative" zum
Taxi Göttingen: Damit ist nicht nur "Mietwagen statt
Taxi" gemeint, sondern ein Konzept, bei dem das Miteinander
im Vordergrund steht. Einzelkämpferische FahrerInnen,
scheinselbstständige UnternehmerInnen, Lohndumping -
das kannten die FirmengründerInnen zur Genüge.
In der eigenen Firma, die allen Beschäftigten
gehört, sollte das alles anders werden. Diesen
Grundgedanken Rechnung zu tragen, mussten im Alltag
Entscheidungen getroffen werden, die ein hohes Maß
an Energie forderten und Verantwortung für den
Einzelnen mit sich brachten.
Mit den Jahren ist die Firma sukzessive
größer geworden. Das Engagement der Einzelnen
war auf Grund der wachsenden Zahl der MitarbeiterInnen
und den persönlichen Perspektiven (Studium, Kinder,
Jobs) sehr unterschiedlich ausgeprägt. Daher gibt
es wie in den meisten größeren
selbst verwalteten Betrieben eine so genannte strukturierte
Mitbestimmung. Es gibt geregelte Verantwortlichkeiten
für die unterschiedlichsten
Entscheidungsprozesse.
Gleichzeitig sind die Ansprüche an
eine Unternehmensführung so hoch, dass wir uns eine
professionelle Geschäftsführung leisten. Unser
Geschäftsführer repräsentiert die Firma
nach außen, knüpft und pflegt Kontakte zu
unseren Partnern und koordiniert die vielfältigen
internen Arbeitsabläufe. Für die
MitarbeiterInnen bestehen auf allen Ebenen
Mitspracherechte sowohl zur Verbesserung unserer
Dienstleistungen als auch im Hinblick auf zukünftige
Tätigkeitsfelder der Firma. Erfahrung paart sich mit
Offenheit für innovative Projekte.
Impressionen aus dem Firmenalltag: puk minicar - Die Alternative zum Taxi Göttingen!
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Seriöse Arbeitsweise und Spaß
schließen sich nicht aus! Die Verantwortlichen,
insbesondere der Geschäftsführer, durchleben
die Gratwanderung zwischen den wirtschaftlichen
Interessen dieser Firma und dem Bestehen von sozialer
Kompetenz mit sehr wechselnden Gefühlen. Denn die
Firma lebt von der sozialen Stärke der Menschen, die
hier arbeiten. Ohne das unglaubliche Engagement dieser
"ewig Treuen" hätte es diese Firma nie gegeben und
das gilt auch für die Zukunft!
Natürlich werden in diesem Gewerbe
keine Spitzenlöhne verdient. Eine wirtschaftliche
Flaute schlägt hier genauso durch wie beim Taxi
Göttingen. Bei puk minicar trifft es aber eben nicht
die einzelne Fahrerin, die Glück oder Pech haben
kann. Das selbst geschaffene und ständig
weiterentwickelte Lohnmodell wirkt ausgleichend, schafft
ein entspannteres Arbeitsklima und spornt dennoch die
Tatkräftigen an. Gesetzlich verankerte Standards,
die anderswo gern umgangen werden, sind hier
selbstverständlich.
Der nicht unwichtige Faktor "rein
wirtschaftlich" steht uns immer wieder im Nacken. Trotz
großer sozialer Verantwortung müssen wir ein
wirtschaftliches Gleichgewicht herstellen, denn
jährlich grüßt das Bilanzergebnis. Als
Dienstleistungsunternehmen in der
Personenbeförderung unterliegen wir sehr
großen saisonalen Schwankungen, die auf die Jahre
gesehen zu sehr unterschiedlichen Bilanzergebnissen
führen. Das bringt uns beizeiten in finanzielle
Schwierigkeiten. Diesen wirtschaftlichen Situationen
müssen wir immer wieder trotzen; dennoch werden wir
unserer Linie politisch treu bleiben!
Wem gehört diese Firma eigentlich?
Normalerweise ist eine GmbH dazu da, das
von den Gesellschaftern eingesetzte Kapital zu vermehren.
Auch puk minicar brauchte natürlich Startkapital, im
Endeffekt sollte dieses aber gute Arbeitsbedingungen
finanzieren und nicht einzelne Geldgeber bereichern.
Deshalb sollten alle hier arbeitenden Leute
GesellschafterInnen sein. Dieser Anspruch scheiterte bald
am raschen Wachstum der Firma und der Fluktuation der
MitarbeiterInnen.
Als Lösung wurde 1994 der Verein
"FreundInnen von puk minicar e.V." gegründet, der
unabhängig von Personen für die aktuelle
Belegschaft die Mehrheit der Gesellschaftsanteile
besitzen sollte. Auf diese Weise kann jegliche "kalte
Übernahme" ausgeschlossen werden. Im Juni 2002
konnte der Verein weitere Gesellschaftsanteile
übernehmen und hält nun über 75 % des
Stammkapitals von puk minicar. Dadurch ist in allen weit
reichenden Belangen die Entscheidungsgewalt der
Beschäftigten gesichert. Die MitarbeiterInnen
bestimmen über den Verein die Geschicke der GmbH.
Soziales Engagement nach innen und außen sind in
der Vereinssatzung verankert. Kulturelle Vielfalt in
Stadt und Region werden je nach finanzieller
Möglichkeit gefördert. Wir pflegen seit vielen
Jahren Kontakte zu verschiedenen in diesem Bereich
arbeitenden Organisationen.
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